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TANSANIA 2

Jetzt sind wir noch nicht mal drei wochen unterwegs und es fuehlt sich doch viel laenger an.
im anschluss an die letzte mail ging es bei uns in den arusha national park in dem der zweithoechste berg tansanias, der mt. meru, steht. ueber andere reisende haben wir einen super tipp bezueglich guide bekommen, der in kurzer zeit ein team (er, koch und traeger) zusammenstellte. wir also motiviert, wenn auch ein bisschen darmgestoert. die erste etappe fuehrte uns 6 stunden durch dichten wald, zuerst vorbei an bueffeln und zebras und sogar eine giraffe zeigte sich ganz nah im gebuesch..
der erste aufsteig war ziemlich toll aber auch anstrengend. im camp bekamen wir dann popcorn und wirklich leckeres essen bevor wir recht frueh ins bett fielen.
ja und mitten in der nacht hat mich dann speiberei und sch*ei ueberkommen sodass nur der max den aufsteig auf den gipfel angehen konnte. der arme steve hat krankenpflege gespielt, sehr gut sogar. beim max wars allerdings spannender. eine zweite etappe brachte ihn ins zweite lager, von wo aus es mitten in der nacht auf den gipfel ging. dort oben gab es dann einen sonnenaufgang ueber dem kilimandjaro, eine eiseskaelte und grenzerfahrung. danach gings wieder hinunter in unser camp und weiter zurueck in die stadt. ich habe vor allem im bett gelegen und bin in regelmaessigen abstaenden richtung klo.. steve hat sowohl mit mir die zeit verbracht als auch mit unsrem team, das wirklich sehr lieb war.
zurueck in arusha wurde dann noch gechillt und ausgeheilt. max hatte einen tag zur wiedererlangung seiner kraefte noetig. danach trafen wir wieder auf ellen und ruben und planten kurz den start in unsre 6-taegige safari.
die begann dann auch in rift valley, wo wir zu fuss durch die ebenen liefen, immer mit blick auf zebras und ziegen. sehr genial der kontakt mit den fussabdruecken, hinter jedem busch ein maasai und die kleinen staubtornados. die naechste station war der campingplatz nahe dem lake manyara national park, den wir am naechsten tag in aller frueh besuchten. genial der erste kontakt mit den olivenpavianen die in einer riesenfamilie den weg blockierten, sich lausten, die babies knuddelten. einer war sogar mutig genug uns hinten aufs reserverad zu steigen. mit offenem autodach liessen wir uns so die morgenluft um die ohren wehen, immer die augen auf das dickicht gerichtet und immer etwas erspaehend. so eine fuelle an getier! saemtliche elefanten drehten uns ihre hintern entgegen, die buschboecke und thomsonantilopen wedelten mit ihren schwaenzchen bevor sie sich davonmachten, die giraffen waren von uns sehr unbeeindruckt. beim hippopool durften wir dann sogar aussteigen, und die hippos in 50m entfernung beobachten, riechen und hoeren.
die erste loewenbegegnung fand auch schon statt, eine gruppe loewinnen lag dreckig unter einem strauch, vermutlich ging die jagd auf ein gnu nicht gluecklich aus.
der naechste tag war ein reisetag, wir fuhren recht lang in richtung serengeti. erlebten da die daemmerung und unendliche weite. jeder blick landete auf einer tierart, grosse herden gazellen natuerlich aber auch elefanten die wuchtig durch die gegend schreiten. der sonnenuntergang war atemberaubend und auch die nacht sehr witzig, wenn auch ruhiger als gedacht. nur ein paar hyaenen lachten.
die naechste fahrt fuehrte uns vor sonnenaufgang in die wildnis, und direkt zu wach werdenden loewinnen mit kindern die durchs gras tollten und in die sonne blinzelten. stundenlang fuhren wir so durch die gegend, bekamen ueber funk immer besonderheiten mitgeteilt und durften so sogar den seltenen leopard am baum schlafen sehen, mit gazelle die er sich hinauf geschleppt hatte. am abend ging es dann zurueck zum ngorongoro krater, dem achten weltwunder. da campten wir am kraterrand, wurden nachts einmal von schweinen aufgeweckt (bzw max an dessen zelt sie stiessen). am morgen waren wir die ersten die in den krater fuhren, genossen das tolle licht und wieder atemberaubende tierherden, diesmal so gross wie noch nie. riesenherden zebras und gnus liefen uns ueber den weg, schienen gut drauf zu sein denn sie buckelten und waelzten sich im staub. kleine gruene oasen liegen da den fluss entlang. unser fruehstueck gabs an einem kleinen see in dem die hippos schnauften und uns die zebras ebobachteten. leuchtend blaue voegel wollten von unseren wassermelonen kosten. bis auf der andren seite ein elefant auftauchte, uns ansah, kraeftige schluecke wasser nahm. wir fanden das sehr toll, schluerften tee, machten fotos, bis sich der riese in bewegung setzte udn naeher kam. unser guide meinte schon wir sollten das essen nun doch eher ins auto tun. jaja. als das tier dann doch immer naeher kam, war dann schon die unruhe in der stimme von edmund (guide) zu hoeren und er schrie> get in the car. der elefant war wohl so neugierig, bis auf 2 meter an uns heran gekommen, wir hatten uns schnell im auto verschanzt und ihn aus naechster naehe vorbei ziehen sehen. was fuer ein hoefliches tier!
weiter gings durch den park, sahen sogar geparden!
und erlebten dann ein weiteres highlight! wir kamen zu eienr stelle wo schon ein paar jeeps standen, und entdeckten dass eine gruppe loewen, ein maennchen und 4 loewinnen, zwischen den autos lag, schutz vor der sonne suchte. auch da mussten wir hin, standen dann rum, und als eins der autos wegfuhr und die loewen wieder in der sonne stehen liess, beschlossen sie unser auto als schattenspender auszuwaehlen, bei noch offenem fenster schritt eine loewin unter meiner nase vorbei und liess sich genau da hinfallen, woraufhin ich das fenster dnan doch bisschen zuzog. das maennchen folgte ihr sobald und eine weitere loewin, sodass unter unsren nasen drei loewen schnauften und schliefen. genial!bei ausgestreckter hand waere am ohr ziehen moeglich gewesen.
am rueckweg, bzw auf dem weg in ein maasaidorf ging uns ein reifen ein, was unsre ankunft im dorf um eine nacht verzoegerte. wir wurden dort herzlich empfangen, wenn auch der clash gross war. die frauen sangen uns etwas vor, tanzten mit uns. unsre burschen sangen ihnen was vor. die kinder bekamen zuckerl und wir durften sowohl haus als auch ziegenschlachtung sehen (und das vieh dannauch essen, wobei das dann doch recht zaehes fleisch gewesen sein duerfte..)diese begegnung hat uns shcon sehr beeindruckt, vor allem war die kommunikation schwer, die neugier scheinbar einseitig und ihr leben sehr einfach. darueber wird noch nachgedacht und spaeter berichtet..

jetzt sind wir muede in arusha zurueck, max fahert morgen heim, wir ueberlegen wie wir richtung westen kommen wenn der zug streikt.
liebste gruesse!
20.9.09 13:19


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TANSANIA 1

Seit fast einer woche streunen wir nun schon durch tansanis osten. begonnen hat die reise in daressalaam einer chaotischen stadt! die ankunft in der dunkelheit erh;ht den stresspegel immer ein wenig. aber schon nach beziehen unserer zimmer konnten wir ein bisschen gelassenheit ueben. kurzer ausfkug in die stadt zur nahrungsaufnahme folgte und dann eine unruhige nacht weil zu laute fernseher, ein rufender muezzin zu ramadan von hitze und schlecht gespannten moskitonetzen ganz zu schweigen..
der naechste tag sollte uns zum ankommen dienen, das ist nicht ganz gelungen. wir haben allerdings alle fuer uns notwendigen besorgungen erledigt, die da gewesen waeren: malariamittel, telefon, bus nach norden. ach allein der ticketkauf erinnerte uns wieder an die tatsache dass hier nichts geregelt laueft.. zumindest im ersten moment.. das ofizielle busbuero schickte uns mit nem haubetragenden juengling in irgendwelche gassen, dort handelten wir mit andren kerlen rum und hielten letztendlich ein ticket in haenden das uns am naechsten morgen nach muhenza bringen sollte. bissi skeptisch waren wir aber es hat dann doch alles gut geklappt, der bus war gmiatlich genug fuer die 7 std fahrt. in muhenza mussten wir dann umsteigen in einen lokalen bus ans meer. man wird an den bushaltestellen so lange weitervercheckt bis man in einem gefaehrt sitzt. in unserem fall war das ein umgebauter lieferwagen mit holzbaenken. ueber eine staubige piste zuckelten wir dann noch fast 3 std. zur bestzeit befoerderte das teil 32 menschen!! 3 raeder, unzaehlige bananen und zeugs nicht zu vergessen.. doch auch hier endete diese reise nicht, es wurde noch in eine faehre gesteigen und mit einem pickup gefhren bis un sein kleines paradies umgab. tuerkises wasser, ruhe, gemuetliche sessel ueberall.. dort verbrachten wir zwei naechte, gingen schnorcheln auf der vorgelagerten sandbank und hatten wirklich nette abende mit reichen amis die nicht wisen wohin mit ihrer kohle und vielen deutschen mit denen gut werwolf spielen ist.
es folgte eine elendigliche fahrt in die usambara berge, die auch wieder mit sagenhaften panoramen belohnte, gutes essen bietet und einen tollen markt. auf der fahrt haben wir auch ein nettes paerchen kennegelrnt dem wir uns fuer eine safari im anschluss an unsre bergbesteigung anschliessen..

tja, und heut sind wir endlich in arusha angekommen, haen dank wertvoller tipps einen wirklich sympathischen guide getroffen der uns zu einem guten preis sicher auf den meru und herunter bringen wird. sind ziemlich fertig nach der langen busfahrt und freuen uns auf bisschen beinbewegung! untergebracht sind wir auch sehr nett, moskitonetze haengen schon, nur der magen will jetzt gefuellt werden, ud dazu wechseln wir die strassenseite, treffen nochmal weitere deutsche (ja, da gibts hier viele) und geniessen vielleicht pommes mit ei oder aehnliches.

bis zur naechsten meldung nach dem berg! halltet usn die daumen.
7.9.09 17:39


TANSANIA 0

Nach so langer Zeit ohne Reise die einen Bericht verlangt hätte, teste ich meinen Blog. Etwas verstaubt aber er geht.
Morgen in aller Frühe erwartet uns alle eine Premiere! Zum ersten Mal verlassen die Geschwister Winkler den Kontinent gemeinsam um ein weiteres Fleckchen Erde zu erkunden.
In 6 Stunden werden wir im Taxi Platz nehmen und Richtung Süden fahren. Im Gepäck alles was das Herz begehrt. Ich erwarte mit Freuden den Kulturclash und mein Loslösen vom feuchten Klopapier, dem Abdeckstift und der Nutella!

Auf bald meine Lieben!
31.8.09 22:00


NEW YORK 5

ooo. heut wars ein arger tag im spital. habe meinen dienst im traume raum geschoben. gemeinsam mit einer netten mitstudentin war längere zeit nichts los.
bis dann die richtigen notfälle durch die tür geschoben worden sind.
eine tiefe schnittwunde aus der centimeterhoch das blut gespritzt ist, die aber gut versorgt wurde und ein 26 jähriger jumper, selbstmordversuch dem schon hirnsubstanz aus den ohren geronnen ist und für den jede hilfe zu spät kam.
dann vom steve die geschiche der frau die den knoten in der brust zwar schon fühlen kann, sich aber keine weiterführende untersuchung leisten kann nachdem die versicherung die sie hatte, beschlossen hat die frau kommt ihnen zu teuer weil wirklich krank.
amerika hat ein gesundheitssystem zum grausen. wenn ärzte schummeln müssen um den patienten die untersuchung zukommen zu lassen die notwendig ist.. wenn patienten monate lang ausm hintern bluten weil sie angst haben vom neuen job fernzubleiben weil kündigungsgefahr..
man kann nur hoffen es wird bisschen besser in zukunft!
3.2.09 07:28


NEW YORK 4

eine ruhige minute wie jetzt nutze ich zum rekapitulieren der woche. erstaunlich fit fühlen wir uns, keine zeichen mehr von verkühlung. da können die virenschleudernden patienten husten was sie wollen!
trotz schauriger nachrichten über brutaler raubüberfälle und morde sehen wir im spital nur demente und herzkranke. das highlight der brutalität war ein mann mit schussverletzung im jahre 2005.
aber man lernt so viel über eine gesellschaft wenn man ihre kränksten kennen lernt. viele mütter stillen ihre kinder nicht mehr weil sie lieber auf fertignahrung umsteigen, die ihnen gleich nach der geburt im geschenkkorb überreicht wird. das hat zur folge dass immer kleinere kinder sich virusinfektionen einfangen oder zu dick sind und speiberei kriegen.
rauchen tun sie allgemein weniger als bei uns, dafür sind sie dicker und verstopfter. häufiger als bei uns auch sichelzell erkrankung die in episoden wahnsinnige schmerzen im ganzen körper auslösen kann.

mittlerweile hängen wir uns schon an die liebsten ärzte und ärztinnen. freuen uns wenn wir was wissen und im richtigen moment ein röntgen verlangen würden. schämen uns wenn wir im ekg schon wieder irgendwas falsch gelesen haben oder den ausschlag nicht als scharlach erkannt.

abseits vom spital hatten wir die woche ein paar genießer tage. die gestalten sich oft ähnlich. beginnen tun wir motiviert mit kultur. zB mit dem besuch in einem museum (international center for photography, neue galerie, academy of medicine, PS1) oder galerien (wooster street, 25th street) oder vierteln (williamsburg, harlem, financial district). um dann irgendwo nett einzukehren und in einem kaufrausch zu enden oder bei einem film im kino oder aus der videothek. aber das ist schon in ordnung.
heute sind wir schon 30 tage hier. es wird zeit meine metro card zu erneuern. ich freue mich auf den besuch von daheim.
heute steht das empire state building vorm küchenfenster ein bisschen im dunst. steve schnarcht müde nach seinem nachtdienst.
mein lieblingsmüsli kostet leider 6 dollar und hält nicht mal zwei tage. ich freue mich auf meine creditcards-
30.1.09 16:21


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